KCR-Pfingstfahrt 2017

KCR-Pfingstfahrt 2017

Die alljährliche Pfingstfahrt brachte den Kanu-Club Rheinau dieses Jahr nach Gemünden am Main in Unterfranken. Mit seinen knapp über 10.000 Einwohnern gilt die Kleinstadt als Erholungsort.

Die meisten Paddler trafen am Freitag, den 02.06.2017 auf dem Campingplatz „Saale-Insel“ ein. Wie der Name schon verrät, befindet sich dieser als kleine Insel zwischen dem Mühlbach und der fränkischen Saale. Die Lage des Campingplatzes bot höchsten Naturgenuss und lud daher zum Entspannen ein. Die griechische Speise Cevapcici des campingplatzeigenen Restaurants erfreuten sich großer Beliebtheit unter den Paddlern, sodass dort oft eingekehrt wurde.

Am Samstag war die längste Tour mit 23 km angesagt: Auf dem Main wurde von Himmelsstadt zurück zum Campingplatz gepaddelt. Himmelsstadt ist insbesondere bekannt durch das einzige Weihnachtspostamt in Bayern. Hierhin können Kinder aus der ganzen Welt an das Christkind Briefe schreiben, welche von ehrenamtlichen Mitarbeitern beantwortet werden. Anfang des Jahres wurde das Weihnachtspostamt mit dem „Heimatpreis Unterfranken“ ausgezeichnet. Neben dem Weihnachtspostamt gibt es in Himmelstadt auch einen besonderen Biergarten mit dem Namen „Down Town“, der sich selbst als „Biergarten mal anders“ bezeichnet. Im Stil des Wilden Westens gehalten ist der gepflegte Biergarten geschmückt mit Allerlei was an Cowboy und Indianer erinnert. Besonders gefallen hat den Paddlern das Kanu aus Kanada, welches zur Dekoration an der Decke hing. Sobald der erste Durst gelöscht war, ging es dann auch aufs Wasser. Auf der gesamten Strecke fand sich keine Gastronomie zum Einkehren mehr, sodass zwischendurch in den Booten Pause gemacht und etwas gegessen und getrunken wurde. Das Wetter zeigte sich bis auf einen kurzen Regenschauer von seiner schönsten Seite. Erst als es dunkler wurde, kamen vermehrte Regenwolken auf den Campingplatz zu und es kühlte etwas ab. Das ließ Koch Jürgen allerdings nicht davon abhalten seine traditionelle Paella zuzubereiten, die alle genüsslich unter den mitgebrachten Pavillons aßen.

Am Sonntag saß das Wetter zunächst nicht allzu vielversprechend aus. Trotzdem entschieden sich die meisten an der Tour von Gräfendorf zurück zum Campingplatz teilzunehmen. Kaum in die Boote gestiegen kam dann aber die Sonne raus. Dieses Mal wurde auf der fränkischen Saale, dem größten rechten Nebenfluss des Mains, der in Gemünden wieder in den Main fließt, gepaddelt. Mit etwas stärkerer Strömung und mehreren Kurven, gefiel die Fahrt auf der fränkischen Saale den meisten Paddlern etwas besser. Das könnte aber auch an der amüsanten Pause zirka drei Kilometer entfernt vom Startpunkt liegen: dort fand nämlich die 17. Waldarbeitsmeisterschaft in Gräfendorf statt. Von Kettensäge bis Axt waren alle möglichen Werkzeuge bei den einzelnen Disziplinen, die sich die Paddler anschauten, vertreten. Im Festzelt gab es zudem bayrisches Bier und eine Kleinigkeit zu essen, sodass der KCR eine Weile dort verbrachte. Irgendwann musste dann aber doch weitergepaddelt werden – immerhin lagen noch zirka 14 Kilometer vor allen. Diese blieben weiterhin sehr witzig! Besonders im Gedächtnis bliebt wohl der kleine Wasserabfall kurz vor Ende der Strecke: Zwar war dieser nur etwas einen halben Meter hoch, aber dessen starkes Gefälle war nicht so leicht absehbar. So kamen die Einer und Zweier mit Spritzdecken gut davon, weil man schon sehr steil in das Wasser eintauchte. Für die Boote ohne Spritzdecke wurde diese kleine Abfahrt zu einer nassen Angelegenheit: Ein Einer-Kanadier und ein Zweier-Kanadier kenterten, was zur Belustigung aller Beitrug ;). Schnell die ins Wasser gefallenen Gegenstände eingesammelt, die Boote vom Wasser befreit und schon ging es weiter. Am Abend wurde zur Stärkung von der einen Hälfte gegrillt, die andere ging zum Essen zum griechischen Restaurant auf dem Campingplatz.

Am Montag war die Gruppe auf sieben Personen geschrumpft, da viele schon wieder Richtung Mannheimer Heimat aufgebrochen waren. So war es für die letzte Tour ideal mit dem Siebener noch einmal auf dem Main zu paddeln. Dieses Mal startete der KCR auf dem Campingplatz und fuhr zirka 14 Kilometer bis nach Lohr. Dort hatten die Paddler vor beim Kanuverein vor Ort auszusteigen und sich von zwei Autofahrern mit Anhänger für den Siebener wieder abzuholen. Soweit so gut. Das Austeigen klappte auch sehr gut, allerdings haben sich die Paddler von dem Kanu- und Skiverein Lohr nicht sehr willkommen geheißen gefühlt. Das freundliche „Ahoi“ der Paddler wurde gekonnt ignoriert und auf ein Nachfragen, ob es denn erlaubt sei hier auszusteigen, kam eine unverständlich kurz angebundene Antwort. Nichtsdestotrotz sind die Paddler dort ausgestiegen und haben sich besonnen auf die eigene Gastfreundlichkeit, die der Kanu-Club anderen Vereinen bei Ihnen auf der Rheinau entgegenbringt. Abgerundet wurde der Tag von einer kleinen Gruppe in einem schönen Gastlokal in Gemünden.

Es waren wieder tolle Pfingsttage mit dem KCR – bis nächstes Jahr.

Autor: Klaus Hitzfeld